Digitalisierungsstragien für Kommunen

Digitalisierungsstrategien für Kommunen: Tipps und Erkenntnisse

Die Begleitforschung zum Landeswettbewerb »Digitale Zukunftskommune@bw« ist nun nach ca. 3 Jahren zum Ende gekommen – erste Digitalisierungsstrategien und- projekte der Kommunen sind abgeschlossen. Also Zeit, um einen Blick zurück zu werfen und zu reflektieren, was andere Kommunen von den im Rahmen der Digitalen Zukunftskommunen erarbeiteten Digitalisierungsstrategien lernen können. Dazu haben wir unsere Tipps und Erkenntnisse im folgenden Blog-Beitrag zusammengefasst.

Die Begleitforschung der Digitalen Zukunftskommune@bw

Die Begleitforschung unterstützte ausgewählte Kommunen auf ihrem Weg der Digitalisierung. Im Rahmen des Landeswettbewerbs »Digitale Zukunftskommune@bw« erhielten 55 Kommunen und Verbünde eine Förderung über 2-3 Jahre, um die Digitalisierung vor Ort voranzutreiben. 50 Kommunen und Verbünde erhielten eine Förderung, um eine Digitalisierungsstrategie zu erstellen – fünf weitere, um ein Digitalisierungsprojekt umzusetzen.

Neben dem Fraunhofer IESE waren noch das Fraunhofer IAO, das Kommunikationsbüro Ulmer und bwcon Teil des Begleitforschungsteams. Die Begleitforschung unterstützte die Digitalen Zukunftskommunen, indem sie

  • die digitalen Zukunftskommunen untereinander und mit Expert*innen vernetzte,
  • den Erfahrungsaustausch der Zukunftskommunen untereinander förderte,
  • den Zukunftskommunen Inspiration für Digitalisierungsprojekte mit auf den Weg gab,
  • den Zukunftskommunen Informationen zu relevanten Themen bereitstellte.

Erfolge der digitalen Zukunftskommunen

Während der Projektlaufzeit hat sich in den Kommunen einiges getan: Über die Hälfte der Kommunen haben ihre IT-Infrastruktur verbessert, mobile Endgeräte angeschafft und Verwaltungsprozesse digitalisiert. Die Hälfte hat ihre Mitarbeitenden geschult und so deren Digitalisierungskompetenzen ausgebaut. Ca. 43 % der Kommunen haben neue Stellen für Digitalisierungsprojekte geschaffen. Neben der technischen Infrastruktur sind diese Lernangebote und die Lernbereitschaft der Mitarbeitenden besonders wichtig für das Gelingen von Digitalisierungsprojekten.

Digitale Hilfsmittel für Kommunen

Die Begleitforschung hat unter anderem inspirierende Digitalisierungsprojekte gesammelt und in einem Quartett festgehalten. Das Quartett zeigt, wie vielseitig digitale Lösungen für Bürger eingesetzt werden können. Hier geht es zum Quartett: Link.

Diese Abbildung zeigt vier Quartettkarten mit Digitalisierungsprojekten. Das Quartett diente als Inspirationsquelle für eine Digitalisierungsstrategie für die Digitalen Zukunftskommunen.
Abbildung 1. Auszug aus dem Quartett.

Tipps und Erkenntnisse für Digitalisierungsstrategien

Die Begleitforschung hat nicht nur zur Vernetzung der Kommunen beigetragen, sondern auch zu interessanten Erkenntnissen geführt. Eine Erkenntnis aus der Begleitforschung ist: Strategie ist nicht gleich Strategie!

Denn: Die Auffassungen über das, was eine Digitalisierungsstrategie ist, gehen weit auseinander. Manche Kommunen entwickeln mehrere Strategien für unterschiedliche Bereiche, zum Beispiel für Mobilität und für Bildung, andere Kommunen entwickeln erst einmal eine übergeordnete Strategie. Einige dokumentieren diese ansprechend für die Bürger*innen, andere halten sie überhaupt nicht als Dokument oder Webseite fest. Dadurch ist die Strategie für die Öffentlichkeit nur schwer zugänglich ist.

Unser Tipp: Kommunen sollten auf jeden Fall eine übergeordnete Strategie erstellen, damit Synergien deutlich werden. Eine übergeordnete Strategie hilft auch, die Vision aufzuzeigen und den Bürger*innen deutlich zu machen, wo die Reise hingeht. Visionen erzeugen Transparenz und motivieren, sich für Digitalisierung einzusetzen.

Weitere Erkenntnisse haben wir für Sie in einem kurzen Bericht zusammengefasst. Darin gehen wir u. a. darauf ein, ob Corona ein Treiber oder Hemmnis für Digitalisierungsprojekte war und zeigen auf, was beachtet werden sollte, wenn man ein Team zur Erstellung einer Digitalisierungsstrategie zusammenstellt. Außerdem finden Sie Links zu weiteren digitalen Hilfsmitteln.

 

Hier geht’s zum Bericht.

 

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