Digitale Ökosysteme für Smart Cities und smarte Stadtquartiere

Von Digitalen Ökosystemen und smarten Stadtquartieren – zentrale Ergebnisse unseres Smart-City-Projekts »EnStadt:Pfaff«

Im Smart City-Projekt »EnStadt:Pfaff« sind wir als Fraunhofer IESE seit gut dreieinhalb Jahren Projektpartner und haben an einer Vielzahl von Themen gearbeitet, die sich mit der Digitalisierung eines klimaneutralen Stadtquartiers auseinandersetzen. Dabei haben wir unterschiedliche Wege eingeschlagen, um Konzepte und Lösungen für ein smartes Stadtquartier zu entwerfen, zu entwickeln und auszuprobieren.

Um über unsere Forschungsaktivitäten und Lösungsansätze zu berichten, haben wir nun einen ausführlichen wissenschaftlichen Artikel verfasst, der als Open-Access-Publikation unter dem Titel »Towards a Digital Ecosystem for a Smart City District: Procedure, Results, and Lessons Learned« frei verfügbar ist. Um was es in dem Artikel genauer geht, fasst der folgende Abstract zusammen:

»Die digitale Transformation unterstützt viele Städte dabei, smarter zu werden. So können sie digitale Prozesse optimieren, sich um klimafreundliche Ziele kümmern oder die Lebensqualität ihrer Bürger*innen verbessern. Allerdings finden solche Veränderungen meist schrittweise statt und nicht im Big-Bang-Verfahren. Damit die Richtung der digitalen Transformation bestimmt werden kann, ist es notwendig, die Bedürfnisse und Anforderungen aller relevanten Stakeholder zu kennen und zu verstehen, die von den neuen digitalen Lösungen betroffen sind oder diese nutzen sollen. Da unsere Umgebung, ein Smart-City-Quartier, sich gerade im Bau befindet, kennen wir die meisten zukünftigen Stakeholder noch nicht. Deshalb mussten wir neue Wege finden, um die Bedürfnisse und die Anforderungen an digitale Lösungen zu erheben, ohne beispielweise die Bürger*innen zu kennen, die in Zukunft in dem Quartier leben werden. Wir zeigen unterschiedliche Verfahren, die wir angewandt haben, unterteilt in die Kategorien (a) Vision und Konzepte, (b) Digitales Ökosystem für ein Smart-City-Quartier und (c) Verbreitung und Veranstaltungen. Wir untermauern die Verfahren mit Beispielergebnissen und schließen eine Diskussion an, wie wir unsere Lösungen im Hinblick auf die zukünftige Anwendbarkeit bewerten. Da Evaluierungen in unserem Umfeld derzeit nur in sehr begrenztem Umfang möglich sind, konzentrieren wir uns auf vier Leitfragen, um zu begründen, warum unsere gewählten Verfahren und Ergebnisse angemessen sind.«

Die vier Leitfragen, denen wir uns im Rahmen des veröffentlichten Papers widmen, lauten wie folgt:

  1. Wie kann man Nutzerbedürfnisse und Anforderung für digitale Lösungen erheben, ohne die zukünftigen Nutzer*innen des Stadtquarties zu kennen?
  2. Wie kann man die Vision, Konzepte und Lösungen kommunizieren, ohne diese bereits als fertige Lösungen implementiert zu haben?
  3. Wie geht man mit der Herausforderung um, dass sich die Bedürfnisse der Nutzer*innen kontinuierlich ändern, bis die digitalen Lösungen fertig implementiert sind?
  4. Wie kann man digitale Prototypen und Lösungen testen und erproben, ohne Zugriff auf die konkreten zukünftigen Nutzer*innen zu haben?

Wir haben in der Vergangenheit in mehreren Blog-Artikeln bereits einige Projektinhalte aufgegriffen, die auch in dem genannten Paper adressiert werden. So ist zum Beispiel unser seit drei Jahren stattfindender Hackathon zu nennen (PFAFF HACK 2018, PFAFF HACK 2019, PFAFF HACK 2020) oder auch unser IKT-Konzept.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, so freuen wir uns, wenn Sie einen Blick in unser Paper werfen. Kontaktieren Sie uns außerdem gerne, wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Thema haben.

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