Richtfest für Erweiterungsbau: Fraunhofer IESE schafft neuen Raum für Forschung, Innovation und Zusammenarbeit

Im Jahr seines 30-jährigen Bestehens setzt das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE ein sichtbares Zeichen für die Zukunft: Mit dem Richtfest des neuen Gebäudeabschnitts Haus D feierte das Institut gemeinsam mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft einen wichtigen Meilenstein seines Erweiterungsbaus. Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten nimmt das Vorhaben im Jubiläumsjahr weiter Gestalt an und schafft künftig moderne, nachhaltige und energieeffiziente Arbeitswelten für Forschung und Innovation. Die rund 24 Mio. Euro für den Neubau werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Mitteln des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz finanziert.

Richtfest Haus D des Fraunhofer IESE am 4. November 2026
© Fraunhofer IESE
Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz; Nicole Spanier-Baro, Verwaltungsdirektorin des Fraunhofer IESE; Prof. Dr. Axel Müller-Groeling, Vorstand für Forschungsinfrastrukturen und Digitalisierung der Fraunhofer-Gesellschaft; Prof. Dr. Malte Drescher, Präsident der RPTU Kaiserslautern-Landau; Prof. Dr.-Ing. Jörg Dörr, wissenschaftlicher Institutsleiter des Fraunhofer IESE; Prof. Dr. Frank Bomarius, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IESE; Beate Kimmel, Oberbürgermeisterin von Kaiserslautern (v.l.n.r.)

»Haus D ist für uns weit mehr als eine bauliche Erweiterung. Wir schaffen damit die Voraussetzungen, um uns als Institut weiterzuentwickeln, neue Themen voranzutreiben und auch künftig starke Impulse aus Kaiserslautern zu setzen. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten, um gemeinsam mit unseren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft innovative und effiziente Lösungen zu entwickeln und damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Partner zu steigern«, sagte Prof. Dr. Jörg Dörr, wissenschaftlicher Institutsleiter des Fraunhofer IESE.

Breite Unterstützung aus Politik und Wissenschaft

Zu den Gästen des Richtfests zählten hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft. In ihren Grußworten würdigten sie die Bedeutung des Fraunhofer IESE für die digitale Transformation, den Innovationsstandort Rheinland-Pfalz und die internationale Forschungslandschaft. Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch gratulierte dem Institut zum Jubiläum und zur erfolgreichen Umsetzung des Bauprojekts.

»Wer bei den Technologien der Zukunft vorne mit dabei sein will, muss heute die richtigen Voraussetzungen schaffen. Das Fraunhofer IESE leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und ist ein zentraler Partner für den Innovationsstandort Rheinland-Pfalz. Mit dem IESE-Erweiterungsbau entsteht Raum für exzellente Forschung, neue Ideen und beste Voraussetzungen für einen noch engeren Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Das Land unterstützt diese Entwicklung ganz bewusst und setzt dabei auch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ein. Um Innovationen erfolgreich voranzubringen, braucht es nicht nur kluge Köpfe und starke Ideen, sondern auch eine leistungsfähige Forschungsinfrastruktur und den Raum für interdisziplinäre Zusammenarbeit«, sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch.

Für die Fraunhofer-Gesellschaft gratulierte Prof. Dr. Axel Müller-Groeling, Vorstand für Forschungsinfrastrukturen und Digitalisierung, der Institutsleitung und den Mitarbeitenden des Fraunhofer IESE. Er lobte die Leistungen des Instituts in den vergangenen drei Jahrzehnten und hob die Bedeutung moderner Forschungsinfrastrukturen für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands hervor. Der Präsident der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU), Prof. Dr. Malte Drescher, verwies auf die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Universität und Institut und unterstrich, welchen Beitrag gemeinsame Forschung zur Bewältigung gesellschaftlicher und technologischer Herausforderungen leisten kann. Auch Beate Kimmel, Bürgermeisterin der Stadt Kaiserslautern, betonte die enge Verbundenheit des Instituts mit der Region und die Bedeutung des Neubaus für die weitere Entwicklung des Wissenschafts- und Technologiestandorts Kaiserslautern. 

Raum für Wachstum und Zukunftstechnologien

Mit Haus D investiert das Fraunhofer IESE gezielt in seine Zukunftsfähigkeit und schafft die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Forschung von morgen. Die zusätzlichen Flächen ermöglichen neue Forschungsprojekte, innovative Labore und moderne Formen der Zusammenarbeit und unterstützen damit die weitere Entwicklung des Instituts.

Zugleich ist der Erweiterungsbau ein klares Bekenntnis zum Wissenschafts- und Innovationsstandort Kaiserslautern. Er stärkt die Rahmenbedingungen für exzellente Forschung in Rheinland-Pfalz und erhöht die nationale wie internationale Sichtbarkeit des Standorts. Mit seiner Forschung in Zukunftsfeldern wie Gesundheit, Mobilität, Moderne Verwaltung, Produktion, Smart Farming und Verteidigung entwickelt das Fraunhofer IESE digitale Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen. Haus D schafft die notwendigen Freiräume, um diese Innovationskraft weiter auszubauen und die erfolgreiche Entwicklung des Instituts langfristig fortzuschreiben.

Nachhaltigkeit als zentraler Bestandteil des Neubaus

Mit dem Neubau verbindet das Fraunhofer IESE hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Als Pilotprojekt innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft setzt der Neubau auf ein innovatives Energieversorgungssystem mit Geothermie und Wärmepumpentechnologie, das eine weitgehend autarke Wärme- und Kälteversorgung ermöglicht.

Ergänzt wird das Konzept durch Photovoltaikanlagen auf Dach- und Fassadenflächen, eine Bauweise im Niedrigenergiestandard EG40, den Einsatz ressourcenschonender Materialien sowie Maßnahmen zur Klimaanpassung. Damit leistet das Gebäude einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und verbindet moderne Forschungsinfrastruktur mit einem konsequenten Nachhaltigkeitsanspruch.

Nächste Etappe auf dem Weg zur Fertigstellung

Das Richtfest markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung des Gebäudes. Nach Abschluss der weiteren Ausbauarbeiten wird Haus D den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fraunhofer IESE ab voraussichtlich Ende 2027 zusätzliche Möglichkeiten für Austausch, Kreativität und exzellente Forschung bieten.

30 Jahre Fraunhofer IESE

Seit seiner Gründung im Jahr 1996 entwickelt das Fraunhofer IESE innovative Lösungen für das Software- und Systems-Engineering und begleitet Unternehmen, öffentliche Institutionen und Organisationen bei der digitalen Transformation. Mit seiner anwendungsorientierten Forschung trägt das Institut maßgeblich dazu bei, digitale Innovationen erfolgreich in die Praxis zu überführen.

Das Jubiläumsjahr und die Erweiterung des Institutsstandorts stehen gleichermaßen für Kontinuität, Fortschritt und den Blick in die Zukunft. 

 

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