Der Begriff steht für die softwarezentrierte Steuerung und Optimierung von Fertigungsprozessen, bei der die Software – nicht mehr die Anlagen/Hardware – im Mittelpunkt steht.
Im SDM-Ansatz wird klassische maschinen- und Produktionsprozess-spezifische SPS-Steuerung weiterverwendet, aber über Dienstschnittstellen angesprochen. Dadurch wird in den SPS tiefverwurzeltes und teuer zu änderndes Prozesswissen auf eine höhere Abstraktionsebene geholt. Die Maschinen werden über Software definiert, gesteuert und angepasst – ähnlich wie bei einem Smartphone, dessen Funktionalität durch Apps bestimmt wird. Das Resultat: Änderungen am Prozess werden schneller und effizienter umsetzbar.
Zu den Kernkonzepten gehören:
- Flexibilität: Produktionssysteme können schnell und kostengünstig an neue Anforderungen angepasst werden – durch Softwareupdates statt physischer Umbauten.
- Modularität: Maschinen und Prozesse werden in „Fähigkeiten“ zerlegt, die durch mechatronische Module bereitgestellt werden. Diese Module sind softwaregesteuert und rekonfigurierbar.
- IT-OT-Konvergenz: Die Integration von Informationstechnologie (IT) und Operational Technology (OT) ermöglicht eine durchgängige Datenverarbeitung und Steuerung vom Büro bis zur Werkhalle
- Virtualisierung: Steuerungslogik wird aus dem Schaltschrank in die Cloud verlagert, was zentrale Verwaltung und Skalierbarkeit erlaubt