Digitale Konferenz  /  26. November 2020

TRUSTinAI

Internationale Konferenz zu Künstlicher Intelligenz im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Künstliche Intelligenz (KI) hat das Potenzial, einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu leisten, Erfolg und Akzeptanz hängen weitgehend davon ab, wie verantwortungsvoll KI entwickelt und angewendet wird.

Mit der europäischen Digitalkonferenz »TRUSTinAI – Responsible AI for Science and Society« werden sich KI-Experten und KI-Interessierte aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Gesellschaft vernetzen und zentrale Fragen der KI diskutieren. Der Fokus liegt dabei auf vertrauenswürdiger KI als Innovationstreiber für Unternehmen, als Gegenstand und Werkzeug für die Wissenschaft und als Wettbewerbsfaktor für Europa und seine Partner. Melden Sie sich an und nehmen Sie an der Diskussion teil!

 

»Das Fraunhofer IESE arbeitet an Techniken zur Realisierung nachweislich sicherer Systeme, auch wenn diese unsichere Komponenten aus dem Bereich Maschinelles Lernen enthalten.«

Prof. Peter Liggesmeyer, Leiter, Fraunhofer IESE

 

Auch das Fraunhofer IESE wird mit folgendem Workshop vertreten sein [auf Englisch]:

Kognitive Landwirtschaft – ein Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie schaffen
Prof. Peter Liggesmeyer, 13.30 Uhr

Düngung, exzessiver Einsatz von Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden oder verschiedene Arten von genetisch modifiziertem Saatgut sind Bestandteile der modernen industrialisierten Landwirtschaft, verursachen aber auch dauerhafte Schäden in der Biosphäre. Als Alternative dazu hat sich die biologische Landwirtschaft entwickelt. Hier liegt der Schwerpunkt auf ressourcenfreundlichem Anbau, und Produktivitätseinbußen werden bewusst in Kauf genommen. Gemäß der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für »Lebensmittelsicherheit und nachhaltige Landwirtschaft« sollen Nachhaltigkeit und Produktivität weltweit in Einklang gebracht werden. Das Leuchtturmprojekt »Cognitive Agriculture« der Fraunhofer-Gesellschaft entspricht dieser Zielsetzung. Acht Fraunhofer-Institute forschen gemeinsam an grundlegenden Prinzipien, die es Landwirt*innen ermöglichen, in unserer digitalisierten Welt hohe Produktivität im Einklang mit weiteren Zielen wie Nachhaltigkeit oder Produktqualität zu erreichen. Ein einheitliches Wertesystem soll Entscheidungen zu den Schlüsselaspekten Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Kosten und Produktqualität widerspiegeln. Zu diesem Zweck müssen Daten zu Faktoren in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb und die Umwelt mit modernster Sensorik automatisch erfasst und in landwirtschaftlichen Arbeits- und Geschäftsprozessen kognitiv evaluiert, analysiert und verarbeitet werden, um nachhaltige, faktenbasierte Entscheidungen in Bezug auf Ackerbau wie auch auf Viehzucht zu ermöglichen. Die beteiligten Fraunhofer-Institute werden eine integrierte Plattform für eine informationsbasierte (kognitive) Landwirtschaft konzipieren und implementieren. Ziel ist es, die zahlreichen Insellösungen miteinander zu verbinden und sie als Ganzes durchgängig nutzbar zu machen, um so ein Gleichgewicht zwischen Produktivität und Nachhaltigkeit zu erreichen.