Konferenz  /  27.3.2017  -  29.3.2017

REConf 2017

„Von Schildkröten und Hasen: Sie reden von Features, Ihre Nutzer von Qualitäten — Was heißt das für Sie?", 27.03.2016, 19:55 Uhr, Vortrag von Eduard Groen.

Aktuell wird die Rolle der Qualität „Sicherheit“ (womit sowohl „Safety“ als auch „Security“ gemeint ist) insbesondere in Ansätzen wie „Industrie 4.0“, „Smart Ecosystems“, „Connected Cars“ und Digitalisierung immer wichtiger. Aber was ist mit den anderen Qualitätsaspekten? Unter Praktikern im Bereich Requirements Engineering (RE) ist kaum noch die Rede von Qualitätsanforderungen bzw. nichtfunktionalen Anforderungen wie Performanz, Zuverlässigkeit und Portabilität. Vielmehr investieren sie ihre Zeit und ihren Aufwand dahingehend, einem Produkt mehr funktionale Produkteigenschaften oder „Features“ hinzuzufügen.

Gleichzeitig zeigen unsere Forschungsarbeiten aber, dass Nutzer bzw. Endkunden sich i.d.R. häufiger über die Qualität eines Produkts äußern als über die gebotenen Features. Für sie ist u.a. wichtig, wie schnell, wie elegant, wie genau, wie fehlerfrei, wie stabil, wie intuitiv, wie sicher, wie vernetzt oder wie verwandlungsfähig das Produkt ist. Reden Anbieter und Nutzer von Produkten aneinander vorbei oder spielt hier etwas anderes mit hinein?

In diesem Vortrag wird versucht, auf Basis aktueller Forschungsarbeiten eine Antwort auf diese Frage zu finden und Lösungen vorzuschlagen, wie die nichtfunktionalen Aspekte auf sinnvolle Weise und mit relativ wenig zusätzlichem Aufwand wieder stärker in den frühen Phasen eines Entwicklungsprozesses angesprochen werden können. So kann eingeschätzt werden, ob und welche Qualitätsverbesserungen notwendig sind, um langfristig die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

„Mehr Requirements, weniger Engineering!“ – Wie ReqSuite® hilft das RE zu verschlanken", 29.03.2016, 10:50 Uhr, Vortrag von Dr. Sebastian Adam und Dr. Norman Riegel.

Anforderungen sind kein Selbstzweck und dienen lediglich als Grundlage für die Entwicklung eines wertbringenden Produkts. Noch weniger ist Requirements Engineering (RE) ein Selbstzweck, denn es dient ausschließlich dazu, zu Anforderungen zu kommen. Daher stellt zunehmend die Frage, wieviel RE eigentlich notwendig und im eigenen Unternehmenskontext angemessen ist.
Maßgeschneiderte Anforderungsprozesse bieten eine vielversprechende Lösung dieser Fragestellung zu begegnen. Doch die Definition als auch Durchführung individuell angepasster Vorgehensweisen ist nicht immer einfach, u.a. da Schulungen zumeist nur allgemeingültige Best Practices vermitteln.
Der mit einer Tool-Demo angereicherte Vortrag behandelt einen neuartigen Ansatz, mit dessen Hilfe schlanke, unternehmensspezifische Anforderungsprozesse sowohl definiert als auch durchgeführt werden können. Dies führt letztlich nicht nur zu einer effektiveren und effizienteren Anforderungsanalyse, sondern auch zu weniger Unklarheiten während der Implementierung solcher Prozesse selbst.

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