Bund fördert Software-Cluster-Internationalisierungsstrategie

Presseinformation / 26.6.2014

Der deutsche Software-Cluster wird ab 2016 seine internationale Vernetzung mit dem Silicon Valley, Singapur und Brasilien ausbauen. Unterstützung dabei erhält er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“. Die vorgestellte Internationalisierungsstrategie überzeugte das unabhängige Expertengremium bei der Präsentation durch die Clustervertreter Harald Schöning (Software AG), Wolfgang Wahlster (DFKI) und Gino Brunetti (Clustermanager) am 8. Juni 2015 in Berlin. Insgesamt stehen in den nächsten Jahren bis zu vier Millionen Euro Förderung zur Verfügung.

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„Die Erfolgsgeschichte des deutschen Software-Clusters geht weiter“, so Clustersprecher Dr. Harald Schöning, Vice President Research der Software AG. „Seit der Auszeichnung als Spitzencluster im Jahr 2010 hat sich der deutsche Südwesten rund um Darmstadt, Karlsruhe, Kaiserslautern und Saarbrücken nachhaltig als Europas Silicon Valley der Unternehmenssoftware etabliert. Mit den geschaffenen Netzwerken und Technologien wollen wir nun verstärkt in internationale Forschungskooperationen eintreten, um den Software-Standort Deutschland zu stärken. Kleinen und mittleren Unternehmen werden dadurch neue Kooperationschancen eröffnet und der Zugang zu internationalen Märkten wird ihnen erleichtert.“

Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Software-Cluster-Strategieboardmitglied, ergänzt: „Die Innovationsgeschwindigkeit bei der Digitalisierung ist rasant. Wir wollen in den nächsten Jahren durch Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Silicon Valley, Singapur und Brasilien dafür sorgen, dass Deutschland und der Software-Cluster bei dem Megatrend Industrie 4.0 Leitanbieter bleibt und bei Smart Services die maßgeblichen Entwicklungen mitgestaltet“.

Deutschland ist weltweit vor den USA und Japan, aber nach China auf Platz 2 beim Export von forschungsintensiven Gütern. Um diese herausragende Position halten zu können, stärkt die Bundesregierung die strategische Internationalisierung der Spitzenforschung mit der Fördermaßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“. „Deutschland soll auch in Zukunft Weltspitze beim Export von Hightech-Gütern sein. Daher fördern wir die weltweite Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen wird die neue Initiative helfen, sich an internationalen Innovationsprozessen zu beteiligen und sie aktiv zu gestalten“, sagte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Wanka.

Die insgesamt elf ausgewählten Projekte, darunter neben dem Software-Cluster drei weitere Spitzencluster, wurden von einem unabhängigen Expertengremium unter Vorsitz von Margret Wintermantel, Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), begutachtet und zur Förderung empfohlen. Die Internationalisierung von Clustern und Netzwerken ist Bestandteil der neuen Hightech-Strategie, mit der die Bundesregierung aus Ideen Innovationen macht und Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft knüpft. Gleichzeitig ist sie ein Baustein im Aktionsplan „Internationale Kooperation“ des BMBF. So werden Zukunftschancen und die Arbeitsplätze von morgen geschaffen.

Am 30. Juni werden der Software-Cluster und die weiteren ausgewählten Projekte im Rahmen der 3. Internationalen Clusterkonferenz des BMBF offiziell durch Ministerin Prof. Dr. Wanka prämiert.

Weitere Information finden Sie unter www.http://www.bmbf.de/de/25370.php sowie unter www.cluster-networks-international.de.