Softwareinnovationen vermarkten: Know-how-Abstand zwischen Herstellern und Anwendern wächst

Presseinformation / 29.5.2013

Eine aktuelle Studie aus dem Software-Cluster widmet sich der Vermarktung von Softwareinnovationen. Durch beschleunigte Innovationszyklen wächst der Wissensabstand zwischen Herstellern und Kunden von Software – die Studie gibt Empfehlungen, wie das Marketing für Softwareinnovationen mit dieser Herausforderung umgehen kann.

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Internet der Dinge und Dienste, Big Data, In-Memory-Computing – im Software-Markt herrschen schnelle Innovationszyklen, die regelmäßig neue Begrifflichkeiten mit sich bringen. Bis diese Neuerungen und ihre Auswirkungen bei den Anwendern ankommen, vergeht aber oft viel Zeit. Der Know-how-Abstand zwischen Herstellern und Anwendern von Software nimmt zu, wodurch sich für die Anbieter innovativer Softwareprodukte die Vermarktung erschwert. Die eigenen Softwareinnovationen erfolgreich zu kommunizieren wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen.

Dies ist ein Kernergebnis der Studie „Marketing Innovative Software Products“ aus dem Software-Cluster, die jetzt kostenlos zum Download bereitsteht. Darin werden die Herausforderungen bei der Vermarktung von Softwareinnovationen analysiert und die Erfolgsfaktoren und Stolpersteine des Innovationsmarketings für Softwareprodukte identifiziert.

Dabei wurde der Schwerpunkt auf drei Aspekte gelegt:

  • Die Einschätzung des veränderten Marktumfeldes aus Sicht der Softwareunternehmen
  • Die Einflussfaktoren auf gelingendes oder scheiterndes Innovationsmarketing für Softwareprodukte
  • Das Verhältnis von Marktorientierung und Innovationsfähigkeit in den Softwareunternehmen

Die Studie deckt einen Handlungsbedarf im Marketing auf: Dem Wissenstransfer zwischen Hersteller und Anwender, der Kommunikation des Produktmehrwertes (ROI) und der Klärung komplexer Begriffe gegenüber den Kunden werde oft noch zu wenig Beachtung geschenkt. Ein besonderes Problem für Hersteller sei auch die Bereitstellung geeigneter Case Studies und die Vereinfachung der Marketing-Botschaft. Um den Kommunikationsprozess zu erleichtern empfehlt die Studie u. a. die Kunden in die gesamte Wertschöpfungskette zu integrieren, wodurch auch der Entwicklungsprozess praxisorientierter gestaltet werden kann.

Die Studie baut auf der Befragung von 23 Software-Unternehmen auf, die über den Software-Cluster verbunden sind – sowohl große als auch mittlere und kleine Unternehmen, die jedoch alle durch eine große Innovativität gekennzeichnet sind.

Download der Studie: http://www.software-cluster.org/de/aktuelles/studien

Medienkontakt

Bernd Hartmann · Pressesprecher · Software-Cluster Koordinierungsstelle
TU Darmstadt · Mornewegstraße 32 · 64293 Darmstadt
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E-Mail: bernd.hartmann@software-cluster.org
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Über den Software-Cluster

Die Ziele: Digitale Unternehmen arbeiten in hochflexiblen Internet-basierten Unternehmensnetzen und richten ihre Geschäftsmodelle und -prozesse dynamisch darauf aus: Alle Daten über Prozesse, Betriebsmittel und Ressourcen der realen Unternehmenswelt stehen jederzeit in genauer zeitlicher und räumlicher Auflösung für Planung, Steuerung und Optimierung zur Verfügung. Ziel des Software-Clusters ist es, die Transformation von Unternehmen zu vollständig digitalen Unternehmen zu ermöglichen, in denen IKT der entscheidende Treiber für Produkt- und Prozessinnovationen ist.

Der Weg: Das Software-Cluster entwickelt in vier Projekten Konzepte, Technologien und Geschäftsprozesse für emergente Software – ein Innovationssprung im Bereich der Unternehmenssoftware, der einer der wichtigsten Bereiche der deutschen Volkswirtschaft ist. Emergente Software kombiniert dynamisch und flexibel eine Vielzahl von Komponenten unterschiedlicher Hersteller, um die hochkomplexen Anforderungen digitaler Unternehmen zu erfüllen.

Die Region: Das Software-Cluster erstreckt sich um die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf.

Die Partner: Strategieboard: DFKI - Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering, IMC information multimedia communication AG, intelligent views gmbh,  Karlsruher Institut für Technologie (KIT), proAlpha Software AG, SAP AG, Seeburger AG, Software AG, Technische Universität Darmstadt/CASED

Industrie & regionale IT-Netzwerke: CAS Software AG, Competence Center Computer Science, ConWeaver GmbH, Corisecio GmbH, CyberForum e.V., 1&1 Internet AG, EUROSEC GmbH, IHK Darmstadt Service GmbH, Insiders Technologies GmbH, John Deere Werke Mannheim, KOBIL Systems GmbH, mineway GmbH,  Scheer Management GmbH, SIEDA GmbH, Sirrix AG, STI Software Technologie Initiative Kaiserslautern e.V., Technologie-Initiative smartFactory KL e.V.,

Forschung & Entwicklung: DFKI - Innovative Retail Laboratory, Forschungszentrum Informatik (FZI) in  Karlsruhe, Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung, Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie, Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Technische Universität Kaiserslautern, Universität des Saarlandes

Clustersprecher: Dr. Stephan Fischer (Global Head of Applied Research, SAP AG)