Software-Cluster verstärkt Zusammenarbeit durch neue Organisationsstruktur

Presseinformation / 20.1.2017

Der Software-Cluster, Europas Silicon Valley der Unternehmenssoftware, wird in Zukunft von Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe und Saarbrücken aus gemeinschaftlich gesteuert. Nach dem planmäßigen Ende der Spitzencluster-Förderung haben sich die Software-Cluster-Akteure eine neue Organisationsstruktur gegeben, die das dauerhafte Fortbestehen des seit 2010 aufgebauten einzigartigen Netzwerks der deutschen Software-Industrie ermöglicht. Hiervon profitieren insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der Branche. Im Strategieboard vertreten unter anderem Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach (Fraunhofer-IESE) und Thomas Jeswein (STI e.V.) die Region Kaiserslautern.

Software-Cluster

Das Clustermanagement des Software-Clusters wird in Zukunft gemeinschaftlich durch die vier regionalen Netzwerke IT FOR WORK e.V. (Darmstadt), Software Technologie Initiative Kaiserslautern e.V. (Kaiserslautern), CyberForum e.V. (Karlsruhe) und das Kompetenzzentrum Informatik Saarland (Saarbrücken) geleistet. Unterzeichner des Kooperationsvertrags, in dem sich die Akteure zu einer dauerhaften Zusammenarbeit bekennen, sind zudem die Software AG und SAP SE als die beiden Ankerunternehmen der Software-Cluster-Region. Gemeinsam mit den Mitgliedern der vier Netzwerke sind darüber mehr als 1.500 der insgesamt 11.000 Software-Unternehmen der Region im Software-Cluster-Netzwerk repräsentiert. Das wichtigste Anliegen der Unternehmen und gleichzeitig der Kompetenzbereich, in dem der Software-Cluster europaweit heraussticht, ist die Bündelung der Expertise für die Digitalisierung der Wirtschaft. Durch die dauerhafte Vernetzung von Softwareunternehmen, Wirtschaft und Wissenschaft, stellen wir sicher, dass die hoch innovativen Softwareunternehmen in unseren Regionen die bestmögliche Entwicklungs- und Vermarktungsunterstützung erhalten“, so Sascha Peters (Geschäftsführer IT FOR WORK e.V.). „Aus diesem Grund haben wir die Organisationsstruktur des Software-Clusters verändert - wir arbeiten jetzt noch enger zusammen, stärken damit die Marke Software-Cluster und somit die deutsche Softwarebranche.“ Das wichtigste Organ des Software-Clusters bleibt weiterhin das Strategieboard. Es repräsentiert in einer ausgewogenen Zusammensetzung Wirtschaft, Wissenschaft, sowie kleine und große Softwareunternehmen aus den vier Regionen. Darmstadt entsendet Volker Scheidler (acoris AG), Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Buchmann (TU Darmstadt) und Sascha Peters (IT FOR WORK e.V.) in das Strategiebord. Die Region Kaiserslautern wird vertreten durch Alexander Fridhi (UplinkIT GmbH), Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach (Fraunhofer-IESE) und Thomas Jeswein (STI e.V.). Für Karlsruhe werden Martin Hubschneider (CAS Software AG), Prof. Dr. Ralf Reussner (Karlsruher Institut für Technologie) und David Hermanns (CyberForum e.V.) entsandt. Saarbrücken wird im Strategieboard durch Thomas Feld (Scheer Group GmbH), Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfang Wahlster (Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz) und Dr. Kristina Scherbaum (Kompetenzzentrum Informatik Saarland) vertreten. Für die SAP SE wird Dr. Hans Jörg Stotz (SVP, IoT Strategy & Innovation) und für die Software AG Dr. Harald Schöning (Vice President Research) ins Strategieboard des Software-Clusters entsandt. Das Strategieboard hat Dr. Harald Schöning zudem erneut einstimmig zum Clustersprecher gewählt. Damit ist er das Gesicht des Software-Clusters gegenüber Öffentlichkeit, Medien und Politik: „Ich freue mich, an der Erfolgsgeschichte des in Europa einzigartigen Netzwerkes für angewandte Forschung und Entwicklung im Bereich Unternehmenssoftware, weiterhin mitschreiben zu dürfen“, so Schöning. „Die neue Organisationsstruktur garantiert uns ein dauerhaftes Bestehen, wodurch wir weiterhin gewährleisten können, dass der Software-Cluster gerade auch die kleinen und mittleren Unternehmen bei ihrer Innovationstätigkeit und der Erschließung neuer Märkte im In- und Ausland unterstützt.“ Zwei bereits angelaufene Forschungs- und Entwicklungsprojekte stehen bereits beispielhaft für die neue Form der Kooperation im Software-Cluster: Im Projekt PERMIDES, das von 2016 bis 2018 mit 4,8 Millionen Euro durch die EU-Kommission gefördert wird, wird die Digitalisierung der Biopharma-Branche durch die Zusammenarbeit mit Software-Unternehmen unterstützt. Koordiniert wird dieses Projekt für den SoftwareCluster durch das CyberForum e.V. (Karlsruhe). Im Projekt SCIKE, das von 2016 bis 2018 mit bis zu 4 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird, entwickelt der Software-Cluster eine Internationalisierungsstrategie für die Zusammenarbeit mit dem Silicon Valley, Singapur und Brasilien und setzt diese durch gemeinsame Forschungsverbundvorhaben um. Koordiniert wird dieses Projekt für den Software-Cluster durch die TU Darmstadt, das Kompetenzzentrum Informatik des Saarlandes sowie die Software-Technologie-Initiative Kaiserslautern e.V.  

ÜBER DEN SOFTWARE-CLUSTER

Der Software-Cluster im Südwesten Deutschlands ist Europas "Silicon Valley für Unternehmenssoftware". In der Region rund um die Zentren der Software-Entwicklung Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbücken und Walldorf arbeiten mehr als 134.000 Beschäftigte in über 11.000 Software-Unternehmen. Die InformatikFakultäten und Forschungseinrichtungen der Region erzielen regelmäßig Spitzenplätze in internationalen Rankings und sorgen für qualifizierten Nachwuchs. Seit 2007 wird der Cluster durch eine gemeinsame Strategie und Struktur verstärkt koordiniert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter zu steigern. Die Geschäftsführung des Software-Clusters liegt gemeinsam bei den vier regionalen Netzwerken IT FOR WORK e.V. (Darmstadt), Software Technologie Initiative Kaiserslautern e.V. (Kaiserslautern), CyberForum e.V. (Karlsruhe) und das Kompetenzzentrum Informatik Saarland (Saarbrücken). Die regionalen Netzwerke arbeiten direkt mit den Unternehmen vor Ort. Zu den Zielen des Software-Clusters gehören die Förderung von Forschung und Entwicklung, Technologietransfer und Unternehmensgründungen, die Markenbildung und internationale Sichtbarkeit des Clusters sowie die Schaffung neuer Qualifizierungsangebote gegen den Fachkräftemangel. Als wesentliches Ergebnis dieser organisierten Bemühungen wurde der Software-Cluster im Jahr 2010 im Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung ausgezeichnet.