Netzdialog 2013 - Fraunhofer IESE stellt Ergebnisse aus Projekt „Bürger schafft Wissen“ vor

Presseinformation / 13.11.2013

Am 12. November 2013 fand im Schloss Waldthausen bei Mainz der Kongress „Netzdialog 2013“ statt, auf dem das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE seine Ergebnisse aus dem Projekt „Bürger schafft Wissen“ vorstellte.

In diesem Jahr drehte sich der zweite rheinland-pfälzische Netzdialog „Digitale Verwaltung – Transparenz, Service, Partizipation“ rund um das Thema „eGovernment in der kommunalen Verwaltung“. In Vorträgen, Diskussionen und einer begleitenden Ausstellung werden erfolgreiche Projekte und Best-Practice-Lösungen, die bereits in den Kommunen zum Einsatz kommen, präsentiert.

Im Rahmen der begleitenden Ausstellung zu den Themen des Tages berichtet das Fraunhofer IESE über seine Projektergebnisse aus der Initiative „Bürger schafft Wissen“, die der Stadt Kaiserslautern beim Wettbewerb des Stifterverbands für die Deutsche Wirtschaft 2012 den Titel „Stadt der Wissenschaft“ einbrachte. Bürgerinnen und Bürger der Stadt wurden aufgefordert, kreative Lösungsideen für Problemfälle der Stadt Kaiserslautern zu sammeln. Die besten sechs Ideen wurden ausgewählt und in kleinen Forschungsgruppen in den ortsansässigen Forschungsinstituten umgesetzt.

An zwei Projekten waren Wissenschaftler des Fraunhofer IESE aktiv beteiligt. Zum einem an der Entwicklung der „parKLight App“, die zukünftig die Parksituation in Kaiserslautern erleichtern soll. Hier war das Fraunhofer IESE für die Erstellung des Interaktionsdesigns sowie für die Konzeptionierung der App-Funktionen und des Visual Designs verantwortlich.

Beim zweiten Projekt beschäftigten sich die Wissenschaftler, unter Federführung des Fraunhofer IESE, mit der Rückstauproblematik am Kaiserslauterer Löwenburgkreisel, auch als „11-Freunde-Kreisel“ bekannt. Das Fraunhofer IESE arbeitet dabei in einem interdisziplinären Team, das aus Mitarbeitern des Instituts für Mobilität und Verkehr der TU Kaiserslautern, der Firma Mobotix, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) Kaiserslautern sowie des Referats Tiefbau der Stadt Kaiserslautern besteht. Mithilfe einer intelligenten Ampelanlage soll sich die Verkehrssituation am Kreisel deutlich verbessern. Zu den Stoßzeiten soll der Verkehrsfluss an einer Einfahrt zum Kreisel verkehrsabhängig durch eine Ampel gedrosselt werden, womit es schließlich möglich sein soll, die Rückstaus an der meistfrequentierten Einfahrt des Kreisels zu verkürzen. Das Fraunhofer IESE war in diesem Projekt für die Erhebung, Auswertung und Analyse der Anforderungen bei den betroffenen Personengruppen verantwortlich. Dazu gehören neben den Autofahrern auch andere Verkehrsteilnehmer (z.B. Fahrradfahrer und Fußgänger), Anwohner, Notärzte sowie die Polizei.

Diese Projekte werden vom Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur des Landes Rheinland-Pfalz gefördert.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklungsmethoden. Die Produkte seiner Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Informationssysteme, Gesundheitswesen und Medizintechnik bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Die Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit ist das Institut der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.

Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer trägt das Fraunhofer IESE seit über 15 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagiert es sich gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 60 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten sie die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.