Innovative Softwarelösungen aus Rheinland-Pfalz: Uwe Hüser zu Besuch in Kaiserslautern

Presseinformation / 26. Oktober 2012

Staatssekretär informiert sich über den Software-Cluster sowie die 2011 gegründete Transferstelle für den Software-Cluster „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“ Rheinland-Pfalz.

Am Freitag besuchte Uwe Hüser das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, in dem die 2011 gegründete Transferstelle für den Software-Cluster Rheinland-Pfalz (TSC RLP) angesiedelt ist. Der rheinland-pfälzische Staatssekretär im Mi­nisterium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) interes­sierte sich insbesondere für die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft in der Re­gion. Die gemeinsam vom Wirtschafts- und vom Wissenschaftsministerium geförderte Transferstelle für den Software-Cluster Rheinland-Pfalz unterstützt nachhaltig den Wis­sens- und Technologietransfer zwischen dem Cluster und den kleinen und mittelständi­schen Unternehmen im Land. Inhaltliche Schwerpunkte bilden individuelle Lösungen aus dem Bereich der Unternehmenssoftware, die aus isolierten Standardlösungen meh­rerer Anbieter „Software aus einem Guss“ formen.

Institutsleiter Prof. Dr. Dieter Rombach begrüßte den Staatssekretär und stellte ihm das Institut vor. Anschließend berichtete Andreas Schlichting, Geschäftsführer der Transferstelle für Rheinland-Pfalz, über deren Ziele und Arbeitsschwerpunkte. Eine Demonstration von Christian Jung zum Thema unterneh­mensübergreifende Sicherheit für kleine und mittelgroße Unternehmen rundete die Prä­sentation des Fraunhofer IESE ab.
Prof. Dr. Dieter Rombach resümiert: „Der Schutz von unternehmenskritischen Daten im zukünftigen Internet ist eines von vielen Themen, die die Transferstelle aus dem Software-Cluster in die regionale Wirtschaft überträgt. Durch die Vernetzung mit dem Software-Cluster erfahren die Unternehmen in Rheinland-Pfalz einen direkten Nutzen.“

Die Firma Insiders Technologies, repräsentiert durch Dr. Michael Gillmann, stellte anhand des Transferprojekts „smartArchitecture – smartFix“ ihr umfangreiches Produktportfolio zur automatischen Verarbeitung von Dokumenten und E-Mails vor. Insbesondere wurde die mithilfe von Architekturmethoden durchgeführte Flexibilisierung der Produkte erläutert. Damit möchte Insiders Technologies neue Märkte, Partnerschaftsbeziehungen und Geschäftsmodelle erschließen.

Die Firma Agentilo kooperiert in dem Transferprojekt „Einführung systematischer Softwareinspektionen“. Geschäftsführer Felix Schuck präsentierte ein Planungswerkzeug für das Rollout von Visualisierungen im Bereich Haus- und Gebäudeautomation und erläuterte die dafür eingesetzten Softwareentwicklungs- und Qualitätssicherungsprozesse. Das von Agentilo entwickelte Werkzeug unterstützt den Projektierer durch Variantenbildung auf Basis von Vorlagen und ermöglicht dadurch eine schnelle und kostengünstige Erstellung von Visualisierungsprojekten.

Anschließend besuchte der Staatssekretär das Deutsche Forschungszentrum für Künstli­che Intelligenz (DFKI) und die dort betriebene Demonstrations- und Forschungsplatt­form „Smart-FactoryKL“. Dort erfuhr Staatssekretär Hüser, wie innovative IuK-Technologien für die Fabrik der Zukunft in einer realitätsnahen industriellen Produktionsumgebung getes­tet und weiterentwickelt werden. Prof. Dr. Detlef Zühlke, Leiter des DFKI-Forschungsbe­reichs Innovative Fabriksysteme und Vorsitzender des SmartFactoryKL e.V., erläuterte dem Staatssekretär dabei die Aspekte der so genannten vierten Industriellen Revolution und des Zukunftsprojekts “Industrie 4.0”. Bei der Entwicklung intelligenter Produktion­sumgebungen, welche die Industriewelt verändern werden, nimmt die SmartFactoryKL in Kaiserslautern eine zentrale Rolle ein. Die regionale Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft findet in der SmartFactoryKL unter anderem durch eine Kooperation mit der proALPHA Software AG statt, indem für Geschäftsprozesse relevante Produktions­daten nahtlos in Business-Software-Systeme integriert werden.

Staatssekretär Hüser zeigte sich am Ende seines Besuchs zufrieden: „Die Transferstelle für den Software-Cluster Rheinland-Pfalz schlägt eine wichtige Brücke zwischen Wissen­schaft und Wirtschaft. So werden auch kleine Unternehmen an der Wertschöpfungs­kette großer Forschungsprojekte beteiligt und der Technologietransfer in der Region wird gewährleistet. Die hier erarbeiteten Ergebnisse und vermittelten Erkenntnisse werden dazu beitragen, dass sowohl neue, qualifizierte Arbeitsplätze in den bereits ansässigen Unternehmen entstehen als auch Unternehmensgründungen und -ansiedelungen erfol­gen.“

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte seiner Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Informationssysteme, Gesundheitswesen und Medizintechnik bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Die Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit ist das Institut der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.

Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer trägt das Fraunhofer IESE seit über 15 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagiert es sich gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 60 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten sie die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.