Lemke trifft Wirtschaft: Wirtschaftsministerin zu Besuch am Fraunhofer IESE

Presseinformation / 3.8.2011

Wirtschaftsministerin zu Besuch am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern. Im Rahmen Ihrer Tour „Lemke trifft Wirtschaft“ besuchte Eveline Lemke am Mittwoch das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern. Dabei diskutierte die rheinland-pfälzische Ministerin mit den Wissenschaftlern aktuelle Forschungsprojekte der Region. Forschungsfragen rund um das zukünftige SmartGrid und intelligente, stationäre Energiespeicher durften auf der Tagesordnung nicht fehlen.

Prof. Dieter Rombach, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IESE, begrüßte Eveline Lemke und führte sie durch das Institut. Prof. Rombach und seine Wissenschaftler stellten gemeinsam mit Vertretern der regionalen Kooperationspartner, des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM sowie des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz DFKI, Flaggschiff-Projekte des Fraunhofer IESE vor. Dazu zählen die Unternehmenssoftware der Zukunft, Nutzfahrzeugtechnik und Energie. Im Vordergrund stand der Wissens- und Technologietransfer zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in die regionale Wirtschaft.

Das Fraunhofer IESE, das DFKI und das ITWM sind Partner des insgesamt 80 Mio. Euro umfassenden Clusters „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“. Wissenschaft und Wirtschaft aus vier Bundesländern arbeiten in diesem Softwarecluster gemeinsam an offenen, dienstorientierten Softwareplattformen.

Durch völlig neue Wertschöpfungsketten sollen Geschäftsmodelle entwickelt werden, die weit über einzelne Unternehmensgrenzen hinausgehen. Die hier erarbeiteten Ergebnisse und Erkenntnisse werden neue Arbeitsplätze schaffen und Unternehmensgründungen und -ansiedelungen herbeiführen. „Wir freuen uns, dass die Transferstelle für den Softwarecluster „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“ am Fraunhofer IESE zu Beginn des Jahres ihre Arbeit aufgenommen hat und sind gespannt auf die Ergebnisse dieses hochmotivierten Teams aus wissenschaftlichen und unternehmerischen Softwareexperten“, sagte Wirtschaftsministerin Lemke.

Nicht nur mit intelligenter Unternehmenssoftware soll allen Firmen der Region ein Wettbewerbsvorsprung im globalen Wettbewerb ermöglicht werden, zusätzliche Arbeitsplätze werden durch intelligente Lösungen auch in den Bereichen Nutzfahrzeugtechnik und Energie in der Region erwartet.

Vor dem Hintergrund der regionalen Stärken und Aktivitäten und dem eigenen Portfolio wurde in 2008 durch das Fraunhofer IESE und das Fraunhofer ITWM die Bildung des Innovationsclusters Digitale Nutzfahrzeugtechnologie DNT initiiert. Der Cluster deckt neben dem Kompetenzfeld Nutzfahrzeugtechnik auch rechnergestützte Entwicklungsmethoden, Simulationstechnik, Virtual Engineering und Softwaretechnik ab und wird finanziell vom Land Rheinland-Pfalz, dem Bund und der Industrie unterstützt.

Anhand eines am Fraunhofer IESE entwickelten Demonstrators konnte sich die Ministerin ein Bild davon machen, wie sich variable Tarife bereits heute für die bessere Nutzung erneuerbarer Energien einsetzen lassen und was das für die Energiekosten eines Haushalts bedeuten kann. Besonders vor dem Hintergrund stark fluktuierender Einspeisungen und in absehbarer Zeit noch nicht wirtschaftlicher Speichertechnologie eine hochaktuelle Thematik. Diese Fragestellungen interessieren das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung besonders, da die vollständige Umstellung des im Land verbrauchten Stroms auf erneuerbare Energien bis 2030 sein erklärtes Ziel ist. Ministerin Lemke zeigte sich zufrieden: „Nachhaltige aber unstetige Energiequellen wie Sonne und Wind stellen uns vor große Herausforderungen in den Netzen und bei den Verbrauchern. Strom wird eben auch dann benötigt, wenn die Sonne gerade nicht scheint. Die Forschungsarbeiten in Kaiserslautern helfen uns, hier geeignete Lösungen zu finden“.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte unserer Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Informationssysteme, Gesundheitswesen und Medizintechnik bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Unsere Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit sind wir der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.

Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer tragen wir seit über 15 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 60 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten wir die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.