Ausbildungsoffensive im Software-Cluster

Press Release / 10.8.2010

In der Software- und IT-Dienstleistungsindustrie in Deutschland sollen nach Angaben des Fraunhofer ISI bis 2030 über 450.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Der „Software-Cluster Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“, Gewinner des Spitzencluster-Wettbewerbs der Bundesregierung im Januar diesen Jahres, wird daher in den kommenden Jahren seine Ausbildungsprogramme gezielt weiterentwickeln.

-

Ergänzend dazu sollen spezifische Ausbildungsschwerpunkte Fachwissen vermitteln, welches zukünftig im „Europäischen Silicon Valley“, wie die Clusterregion auch genannt wird, unabdingbar sein wird. Dazu zählen beispielsweise die Studiengänge „International Master Software Engineering for Embedded Systems“ oder die Promotion „Emergente Software“.  Schon heute ist der „Software-Cluster“  um Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf Europas größter Softwarecluster. Laut Truffle Capital erwirtschaften Unternehmen in der Software-Cluster-Region 50 Prozent des Umsatzes der hundert führenden europäischen Softwareanbieter.

Auch im Jahr 2010 suchen wieder mehrere Hunderttausende junger Menschen nach einer freien Ausbildungsstelle oder einem passenden Studienplatz. Dabei spielt neben persönlichen Interessen und Begabungen auch die Frage nach den Zukunftschancen im angestrebten Beruf eine immer größer werdende Rolle. Die IT-Industrie ist als Wachstumssektor besonders interessant. So plant beispielsweise der „Software-Cluster Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“ – ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen um die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf – für die nächsten Jahre die Ausbildungsmöglichkeiten signifikant zu steigern. Das bezieht sich sowohl auf Ausbildungsstellen für Fachinformatiker als auch auf duale Studiengänge mit hohem Spezialisierungsgrad. Die Jobperspektiven gelten schon heute als hervorragend. Die hohen Wachstumsraten der Softwareindustrie sollen auch in den nächsten Jahren stabil bleiben. Ein Umstand, der sich auch auf dem Arbeitsmarkt auswirken soll. So prognostiziert das Fraunhofer Institut ISI bis zum Jahr 2030 über 450.000 neue Arbeitsplätze in der Software- und IT-Dienstleistungsbranche in Deutschland. Schon heute klagt der ITK-Branchenverband BITKOM über Fachkräftemangel und 20.000 offene Stellen.

Der „Software-Cluster“ wird daher in den kommenden Jahren seine Ausbildungsprogramme gezielt weiterentwickeln. Im Januar gewann der Cluster den Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und erhält nun als „Spitzencluster“ öffentliche Mittel in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Industrie und Wissenschaft investieren noch einmal die gleiche Summe. Diese Mittel sollen nicht zuletzt der Ausbildung von Nachwuchskräften zu Gute kommen: Schon jetzt  werden die Cluster-Partner bis 2015 rund 9.500 Personen im Bereich Informationstechnologie ausbilden. Aufgrund des Gewinns des Spitzencluster-Wettbewerbs ist die  Ausbildung von 5.000 spezialisierten Fachkräften geplant. Dabei bietet der „Software-Cluster“ Plätze für jährlich 400 Auszubildende, 400 Bachelorstudenten, 200 Masterstudenten, 800 Diplomanden und 100 Doktoranden. Spezifische Ausbildungsschwerpunkte garantieren den Anwärtern Fachwissen, das zukünftig im „Europäischen Silicon Valley“, wie die Clusterregion auch genannt wird, unabdingbar sein wird. Dazu zählen beispielsweise die Studiengänge „International Master Software Engineering for Embedded Systems“ oder Promotion „Emergente Software“.

Die Weiterbildungsmaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit der Exzellenz-Graduiertenschule des Clusters von den unterschiedlichsten Trägern angeboten: Nachwuchstalente können hier sowohl von Universitäten – beispielsweise der TU Kaiserslautern – als auch von Unternehmen wie etwa der Walldorfer SAP, der Software AG aus Darmstadt und der zum Software AG Konzern gehörenden saarländischen IDS Scheer AG profitieren. Auch Einrichtungen wie das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) und das  Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sind Teil des Spitzenclusters. Insgesamt sind über 350 Institutionen, darunter auch zahlreiche klein- und mittelständische Betriebe, in den „Software-Cluster“ eingebunden.

Schon heute wird der Cluster als Silicon Valley Europas bezeichnet. Truffle Capital veröffentlichte Anfang des Jahres in seiner Studie „Truffle 100 European Clusters" ein Ranking der 42 europäischen Regionen, die eine wichtige Rolle in der Softwarebranche spielen. Laut dieser Bewertungsliste erwirtschaften Unternehmen in der Software-Cluster-Region 50 Prozent des weltweiten Umsatzes der hundert führenden europäischen Softwareanbieter. Damit liegt der Software-Cluster auf Platz 1 der Rangliste vor den Regionen Paris und London.

Ansprechpartner für die Presse:

Gino Brunetti
Leiter der Geschäftsstelle des Software-Clusters
Tel.: +49 6151 16-70821
Mail: gino.brunetti@cased.de

Norbert Eder
Vice President Corporate Communications Software AG
Telefon +49 6151 92-1146
Mail: norbert.eder@softwareag.com

Software-Cluster "Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“

Die Ziele: Digitale Unternehmen arbeiten in hochflexiblen Internet-basierten Unternehmensnetzen und richten ihre Geschäftsmodelle und -prozesse dynamisch darauf aus: Alle Daten über Prozesse, Betriebsmittel und Ressourcen der realen Unternehmenswelt stehen jederzeit in genauer zeitlicher und räumlicher Auflösung für Planung, Steuerung und Optimierung zur Verfügung. Ziel des Software-Clusters ist es, die Transformation von Unternehmen zu vollständig digitalen Unternehmen zu ermöglichen, in denen IKT der entscheidende Treiber für Produkt- und Prozessinnovationen ist. Studien prognostizieren bis zum Jahr 2030 für die Softwareindustrie 430.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland. Weitere Ziele des Software-Clusters sind die Ausbildung von 5.000 Fachkräften in 5 Jahren, die Gründung von 30 Firmen im Kernbereich des Clusters, die Ansiedlung führender ausländischer Unternehmen in der Clusterregion. Auf der Basis aktueller Zahlen werden so mindestens 300 Mio. Euro investiert.

Der Weg: Der „Software-Cluster“ entwickelt in fünf Projekten Konzepte, Technologien und Geschäftsprozesse für emergente Software – ein Innovationssprung im Bereich der Unternehmenssoftware, der einer der wichtigsten Bereiche der deutschen Volkswirtschaft ist. Emergente Software kombiniert dynamisch und flexibel eine Vielzahl von Komponenten unterschiedlicher Hersteller, um die hochkomplexen Anforderungen digitaler Unternehmen zu erfüllen. Die Umsetzung der Cluster-Ziele erfordert eine gemeinsame Anstrengung von Wirtschaft und Wissenschaft und eine organisationsübergreifende Kooperation im „Software-Cluster“.

Die Region: Der „Software-Cluster“ erstreckt sich um die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf.

Die Partner:

Strategieboard: DFKI - Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering, IDS Scheer AG, IMC information multimedia communication AG, intelligent views gmbh, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), proALPHA Software AG, SAP AG, Seeburger AG, Software AG, Technische Universität Darmstadt (CASED)

Industrie & regionale IT-Netzwerke: CAS Software AG, Competence Center Computer Science, ConWeaver GmbH, Corisecio GmbH, CyberForum e.V., 1&1 Internet AG, EUROSEC GmbH, IHK Darmstadt Service GmbH, Insiders Technologies GmbH, John Deere Werke Mannheim, KOBIL Systems GmbH, mineway GmbH, Netbiscuits GmbH, Ontoprise GmbH, SIEDA GmbH, Sirrix AG, STI Software Technologie Initiative Kaiserslautern e.V., Technologie-Initiative smartFactory KL e.V.

Forschung & Entwicklung: DFKI - Innovative Retail Laboratory, Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung, Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie, Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Technische Universität Darmstadt, Technische Universität Kaiserslautern, Universität des Saarlandes

Die Projektlaufzeit: 5 Jahre (Start 07/10 - Ende 05/15)

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Gesamtumfang über 80 Mio. Euro.

Zentraler Ansprechpartner:
Gino Brunetti

Leiter der Koordinierungsstelle des Software-Clusters
Software-Cluster/CASED Mornewegstraße 32 64293 Darmstadt Tel.: +49 6151 16-70821 Fax: +49 6151 16-70921 gino.brunetti@cased.de

Webseite: www.software-cluster.org oder www.software-cluster.com