Effiziente Verwaltung braucht IT

Mediendienst / 20.11.2008

Prof. Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern, will den Ausbau von E-Government-Lösungen in Deutschland forcieren. „Es bedarf eines koordinierten, nationalen Programms zur Förderung der E-Government-Forschung“, betont Rombach als Mitglied der Arbeitsgruppe 3 „IT-basierte öffentliche Dienste in Deutschland“. Anlässlich des 3. Nationalen IT-Gipfels in Darmstadt veröffentlicht die Arbeitsgruppe ihre Publikation als Anregung für eine „Deutsche E-Government-Gesamtstrategie". Abrufbar ist diese unter www.iese.fraunhofer.de.

3. Nationaler IT-Gipfel

AG 3: "IT-basierte öffentliche Dienste"

Ziel der Arbeitsgruppe 3 (AG 3) ist es, Deutschland mit neuen Technologien und modernen Verwaltungsprozessen in der Europäischen Union an die Spitze im E-Government zu bringen. Hierzu arbeiten Mitglieder aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie aus der Verwaltung von Bund, Ländern und Kommunen zusammen. Unter Federführung der Wissenschaft entstand eine Sammlung von Zukunftsszenarien, die Deutschland im Jahr 2013 an die Spitze der staatlichen Modernisierung bringen soll und damit Standortvorteile im globalen Wettbewerb des Informationszeitalters sichern kann.

Die Anregungen zu einer deutschen E-Government-Gesamtstrategie sollen als Leitschnur für umfassende und ebenenübergreifende elektronische Prozesse zwischen Verwaltung einerseits und Bürger/innen und Unternehmen andererseits dienen. Es gilt, Synergieeffekte bestmöglich zu nutzen und zugleich mögliche Hürden zu identifizieren und zu beseitigen.

Am Fraunhofer IESE in Kaiserslautern ist man überzeugt, dass vor dem Hintergrund der Arbeitsergebnisse zahlreiche Impulse für die E-Government-Forschung in Deutschland und auch im Hinblick auf die laufenden Arbeiten des Instituts ausgehen. Das eigenständige Geschäftsfeld „E-Government“ des Instituts bearbeitet als Teil der Fraunhofer-Allianz eGovernment Zentrum in Zusammenarbeit mit dem Bundesinnenministerium, dem Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Kaiserslautern derzeit mehrere Forschungsprojekte.

„Hightech-Strategie für die Informationsgesellschaft“ ist das Thema der Arbeitsgruppe 5 (AG5), der Prof. Rombach ebenfalls angehört. Im Vordergrund der Arbeit der AG 5 stehen die Themen Forschung und Fachkräfte/Nachwuchsaspekte, mit denen der erfahrene Hochschullehrer bestens vertraut ist: „Nur kontinuierliche Forschung auf Spitzenniveau zusammen mit systematischer Ausbildung hoch qualifizierter Fachexperten sichert die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nachhaltig.“

Während der Schwerpunkt beim ersten IT-Gipfel auf der politischen Ausrichtung und beim zweiten Gipfel auf strategischen Maßnahmen lag, steht die Veranstaltung am 20. November in Darmstadt ganz im Zeichen der praktischen Umsetzung.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte unserer Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen, Telekommunikationseinrichtungen und Telematikanlagen über Informationssysteme und medizintechnische Geräte bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Unsere Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit sind wir der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.
Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer tragen wir seit über einem Jahrzehnt maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik, dem auch das Fraunhofer ITWM angehört, engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.
Das Fraunhofer IESE ist eines von 56 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten wir die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei. Das Institut ist offiziell Ausgewählter Ort 2008 im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“.