Heike Raab: Vernetzung erfordert gute Balance zwischen Datennutzung und Datenschutz

Prof. Liggesmeyer beim Digital Breakfast der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin

Presseinformation / 9.6.2017

„Intelligente Vernetzung schafft unendliche Möglichkeiten in der digitalen Welt, aber der einzelne Nutzer will auch nicht endlos durchleuchtet werden. Deshalb brauchen wir eine gute Balance zwischen Datenschutz und Datennutzung, um Projekte wie die Digitalen Dörfer für die ländlichen Räume zu entwickeln“, forderte die Bevollmächtigte Heike Raab beim #DigitalBreakfast der Landesvertretung in Berlin. Gemeinsam mit Prof. Peter Liggesmeyer, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE und Professor für Software Engineering an der TU Kaiserslautern, diskutierte sie über den digitalen Wandel in Deutschland am Beispiel Rheinland-Pfalz.

© Foto Landesvertretung Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzische Digitalpolitik wird im ersten Digitalkabinett eines Landes strategisch koordiniert. Mit dem Digital-Dialog und dem Landesrat für digitale Entwicklung und Kultur wird die Strategie gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten gestaltet. Prof. Peter Liggesmeyer, der selbst auch Mitglied des Landesrates ist, betonte: „Intelligente Digitalisierung bedeutet auch, das Potenzial von Daten für Wirtschaft und Bürger auszuschöpfen, ohne dabei den Datenschutz zu gefährden. Es gilt, den Schritt von klassischer Datensicherheit hin zu Datennutzungskontrolle zu gehen. Anstatt Daten wegzuschließen und sich der damit verbundenen Chancen zu berauben, können Bürger wie Unternehmen zukünftig jederzeit die volle Kontrolle über ihre Daten behalten.“

Das von ihm geführte Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE setzt im digitalen Wandel auf Lösungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen und einen echten Mehrwert schaffen, sowohl für die Städte, aber vor allem auch für Bürger, Kommunen und Unternehmen in ländlichen Regionen. Gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Innenministerium und der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. wurde beispielsweise das Projekt Digitale Dörfer 2.0 initiiert. Dabei wurden in den Modellverbandsgemeinden Eisenberg, Göllheim und Betzdorf-Gebhardshain unter anderem innovative Apps entwickelt, um das Zusammenspiel von Handel, freiwilligen Helfern und Verwaltung digital zu organisieren.

Das Digital Breakfast fand auf Einladung der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin, der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e. V. und des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE statt. Die Landesvertretung lädt regelmäßig Politiker, Wissenschaftler und Unternehmen zu Themen des digitalen Wandels ein und bietet mit dem Veranstaltungsformat eine Plattform zur Vernetzung und Diskussion.