Industrial Data Space

Die Digitalisierung von Unternehmen und ihren Geschäftsprozessen stellt einen zentralen Baustein der Industrie 4.0 dar. Durch das digitale Abbild von Prozessen, Gütern und Ressourcen sowie durch die unternehmensübergreifende Vernetzung entstehen Produkt-, Service-, Prozess- und Organisationsinnovationen in vielfältigen Anwendungsbereichen.

Die grundlegende Voraussetzung für diese Innovationen sind der sichere Austausch und die einfache Kombination von Daten in Wertschöpfungsnetzwerken. An dieser Stelle setzt der Industrial Data Space (IDS) an, der sich durch eine umfassende, branchenübergreifende Vernetzung in einem offenen Datenraum auszeichnet. Dieser Datenraum erleichtert es Unternehmen, die Potenziale der Digitalisierung für ihre Geschäftsmodelle zu nutzen, ohne dabei die Kontrolle über ihre Daten abzugeben.

Die Grundlage des Industrial Data Space stellt ein Referenzarchitekturmodell dar, das im Rahmen des gleichnamigen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts durch zwölf Institute der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt wird. Das Forschungsprojekt startete zum 1. Oktober 2015 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das Fraunhofer IESE liefert hierbei wichtige Beiträge zur Datennutzungs- und Zugriffskontrolle sowie zur Vermessung und Beurteilung der Datenqualität der im IDS bereitgestellten Daten und Informationen.