SOFTWARE-CLUSTER

SWINNG – Prozessinnovationen in der Software-Industrie

Wie arbeiten verschiedenste Organisationen in einem Clusternetzwerk miteinander? Welche Bedarfe bestehen in der Wirtschaft an emergenter Software? Was ist notwendig, damit emergente Software am Markt Erfolg hat? Wie kann emergente Software ein Megatrend werden?

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen wird eine Vielfalt an empirischen Methodiken eingesetzt. Seit etwa drei Jahren geht das Fraunhofer IESE diesen Fragen im Projekt SWINNG – Prozessinnovationen in der Software-Industrie – nach und arbeitet dabei mit 15 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Mithilfe von Befragungen, Interviews, Online-Studien und Gruppenworkshops wird auf jede Fragestellung und Zielgruppe individuell eingegangen und es werden wertvolle Informationen sowohl für die Weiterentwicklung des Software-Clusters selbst als auch für die Weiterentwicklung emergenter Software bereitgestellt. Insgesamt wurden bisher drei Bedarfsanalysen, zwei Vernetzungsstudien und eine Studie zum Megatrend emergente Software umgesetzt.

Strukturlegetechnik: Trends und Strategien sichtbar machen

Um zu analysieren, welche Faktoren auf den wirtschaftlichen Erfolg emergenter Software Einfluss nehmen, wurde im Rahmen eines Megatrendworkshops die Strukturlegetechnik eingesetzt. Ziel war es, Einflussfaktoren, Voraussetzungen, unterstützende oder gegenläufige Trends (technologischer, gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher Art) sowie deren Abhängigkeiten für emergente Software zu identifizieren. Mithilfe der Strukturlegetechnik ist es möglich, in kurzer Zeit Expertenwissen zu strukturieren, zu verdichten und für strategische Entscheidungen zu nutzen. Aus dem Workshop kristallisierten sich insgesamt sechs Wirkzusammenhänge heraus, die einen Einfluss auf den Erfolg emergenter Software haben: Internetverfügbarkeit (»Internet everywhere«), Cloud-Technologien, Standardisierung von Softwareschnittstellen, Ausund Weiterbildung von Fach- und Führungskräften, Sicherheit in der Informationsverarbeitung und -vermittlung (Datenschutz) sowie das Marktpotenzial von maßgeschneiderter Software für kleine und mittelständische Unternehmen.

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Förderkennzeichen: 01IC10S05I