Hitachi Ltd. Success Story: Safety Engineering für Fahrzeuge mit höherem Automatisierungsgrad

Success Story: Hitachi Ltd. - Safety Engineering für autonome Fahrsysteme

Unsere Kompetenzen und Lösungen Ihre Vorteile
Safety Engineering und Safety- Architectures Externe Betrachtung Ihres gegenwärtigen Safety-Engineering-Prozesses für Fahrzeuge mit höherem Automatisierungsgrad
Sicherheitsnormen und Initiativen zur Schaffung solcher Normen Transfer der Ergebnisse aktueller Diskussionen in Wissenschaft und Industrie sowie künftiger Sicherheitsnormen in Ihren Prozess
 safeTbox  
Kurzes Firmenprofil
Name Hitachi Ltd.
Website   http://www.hitachi.com
Branche Elektronik und Informationstechnologie
Zentrale Tokio, Japan
Anzahl Mitarbeiter 35.631 (2017)

Kundenzitat

Dr. Shiro Yamaoka, Abteilungsleiter, Abteilung Control Platform Research, Center for Technology Innovation - Controls Hitachi, Ltd. Research & Development Group: 

»Die Kooperation mit dem Fraunhofer IESE bezüglich einer multiaspektuellen Safety-Engineering-Methode mit safeTbox hat zu erheblichem Erfolg für Hitachis F&E geführt. Wir haben die Entwurfsmethode der funktionalen Architektur für autonom fahrende Systeme umgesetzt und gleichzeitig den Sicherheitsaspekt analysiert.

Vielen Dank für die Arbeit.«

Um was es geht

Sicherheitskritische Systeme müssen gemäß Sicherheitsnormen umgesetzt werden. Solche Normen gibt es jedoch für die geplanten Fahrzeuge mit höherem Automatisierungsgrad noch nicht. Allerdings will die Automobilindustrie diese Systeme verwirklichen und will daher wissen, wie das Safety Engineering für solche Systeme anzugehen ist. Deshalb entschloss sich Hitachi dazu, auf die Expertise des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE zu vertrauen. Das Institut verfügt über Kompetenzen und Projekterfahrung im Bereich Safety Engineering für Fahrzeuge mit höherem Automatisierungsgrad. Außerdem ist das Fraunhofer IESE in laufenden Normungsinitiativen in diesem Bereich involviert.

Die Herausforderung

Neben den technischen Herausforderungen für die Verwirklichung von Fahrzeugen mit höherem Automatisierungsgrad gibt es auch Herausforderungen hinsichtlich der Gewährleistung der funktionalen Sicherheit solcher Fahrzeuge. Hersteller von Fahrzeugen mit höherem Automatisierungsgrad können ihre Produkte nur dann auf den Markt bringen, wenn sie darauf vertrauen können, dass diese richtig entwickelt wurden und dass ihre Einführung nicht zu einem erhöhten Verkehrsunfallrisiko führt. Letzteres zu gewährleisten ist eigentlich das, um was es beim Safety Engineering geht. Bestehende Sicherheitsnormen wie die ISO 26262 reichen jedoch nicht aus, um den gesamten Problembereich automatisierter Fahrzeuge zu beleuchten. Künftige Normen wie die Initiative Safety-Of-The-Intended-Functionality (SOTIF) ISO PAS 21448 machen den Versuch, diese Lücke zwischen dem derzeit von Sicherheitsnormen unterstützten Safety Engineering und dem für die Zulassung von Fahrzeugen mit höherem Automatisierungsgrad erforderlichen Safety Engineering zu schließen. Allerdings ist weder gewährleistet, dass der Umfang von SOTIF für die Schließung dieser Lücke ausreichend sein wird, noch gibt es aktuell einen Safety-Engineering-Prozess, der die notwendigen Sicherheitsüberlegungen für Fahrzeuge mit höherem Automatisierungsgrad enthält.

Die Lösung

In einer gemeinsamen Forschungskooperation haben Forscher von Hitachi und Fraunhofer IESE den erforderlichen Umfang für zukünftiges Safety Engineering erforscht und untersucht, wie aktuelle Sicherheitsnormen und Initiativen zur Schaffung solcher Normen diesen adressieren. Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung wurden ein erster Prozess und eine Methodik für multiaspektuelles Safety Engineering mit Werkzeugunterstützung durch unser Tool safeTbox entwickelt. Die Resultate dieses Projekts wurden 2018 im Rahmen eines Vortrags bei der International Conference on Computer Safety, Reliability & Security (SafeComp) – einer der wichtigsten Konferenzen in der Safety Engineering Community – in Schweden präsentiert. Der Austausch der Ergebnisse mit der Forschungsgemeinschaft ermöglichte eine kritische Reflexion über diese und trug zur Schärfung des Bewusstseins für den vollen Problembereich des Safety Engineering für Fahrzeuge mit höherem Automatisierungsgrad bei.

Das Ergebnis

Dank der gemeinsamen Forschungsaktivitäten können Hitachi und Fraunhofer IESE nun die Inhalte künftiger Sicherheitsnormen im Bereich automatisierter Fahrzeuge vorhersagen und diese mithilfe einer werkzeuggestützten Methodik adressieren.

SafeComp Publikation:

Multi-Aspect Safety Engineering for Highly Automated Driving. Looking Beyond Functional Safety and Established Standards and Methodologies. In International Conference on Computer Safety, Reliability and Security

Autoren: Feth, Patrik; Adler, Rasmus; Fukuda, Takeshi; Ishigooka, Tasuku; Otsuka, Satoshi; Schneider, Daniel; Uecker, Denis; Yoshimura, Kentaro (2018)

 

 

 

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