Ausbildung am Fraunhofer IESE

»Erst Studium, dann Ausbildung geht nicht? – DOCH.«

Eine Ausbildung am Fraunhofer IESE bietet exzellente Betreuung, interessante Lerninhalte und viel Praxiserfahrung. Unsere Auszubildende Alice befindet sich aktuell in ihrem zweiten von insgesamt drei Lehrjahren in der Ausbildung zur »Kauffrau für Büromanagement« und steht nun kurz vor der Zwischenprüfung. Ein optimaler Zeitpunkt also, um Zwischenbilanz zu ziehen und vom bisherigen Verlauf ihrer Ausbildung am Fraunhofer IESE zu berichten. Im folgenden Interview bietet Alice spannende Insights. Sie erzählt u. a. von ihren Beweggründen für eine Ausbildung an unserem Institut, bietet Einblicke in die theoretischen und praktischen Lerninhalte und schildert ihre ganz persönlichen Erfahrungen.

Warum hast du dich für die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement entschieden?

Alice: Ich arbeite gerne mit Zahlen und habe schon immer gerne Wirtschaftssimulatoren gespielt. Dementsprechend lag es für mich nahe, BWL zu studieren. Das Studium war mir jedoch viel zu theoretisch und der Fachbereich zu groß und zu unpersönlich, weswegen ich das Studium abgebrochen habe.

Ich wollte lieber eine Ausbildung machen. Der Ausbildungsberuf »Kauffrau für Büromanagement« hat mich daher sehr angesprochen, da die in der Ausbildung vermittelten Inhalte viele Schnittstellen mit den Themen aus dem vorangegangenen Studium aufweisen. Außerdem liegt mir das Arbeiten am Computer.

Da ich nach dem Studienabbruch nicht direkt eine Stelle fand, suchte ich nach Möglichkeiten, um mich fachlich weiterzubilden und mich selbst herauszufordern. Als jahrelange Telefonphobikerin nahm ich eine Stelle im Call-Center an, um meine Schwäche des Telefonierens in eine Stärke zu verwandeln. Im April 2020 konnte ich dann das Fraunhofer IESE von mir überzeugen und begann zum 1. August 2020 meine Ausbildung.

Wie lief dein Bewerbungs- und Onboardingprozess während Corona ab?

Alice: Die Stellenanzeige zur Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement fiel mir in einem Job-Portal auf. Es war schon kurz vor Bewerbungsschluss. Auf gut Glück habe ich meine Bewerbung damals dann einfach direkt abgeschickt.

Nach wenigen Wochen kam die erste Einladung zu einem Interview per Videokonferenz. Aufgrund der Corona-Pandemie und des in diesem Zusammenhang gestiegenen Bedarfs an Home-Office-Möglichkeiten waren zu der genannten Zeit überall die Webcams ausverkauft und mein Laptop spielte verrückt. Zum Glück konnten wir kurzfristig auf eine altmodische Telefonkonferenz ausweichen. Flexibles Arbeiten wird am Fraunhofer IESE schließlich großgeschrieben!

Kurz nach dem Gespräch kam dann auch schon eine Mail zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch. Wir haben dieses in einem sehr großen Konferenzraum mit offenen Fenstern durchgeführt, sodass zwischen allen Teilnehmenden großzügig Abstand bestand und wir die Masken abnehmen konnten. Mir wurde das IESE vorgestellt und ich konnte von meinen bisherigen Erfahrungen und Tätigkeiten erzählen.

Danach wurden mir die Räumlichkeiten gezeigt und ich durfte noch, unter Sicherheitsvorkehrungen, einige Mitarbeitende kennen lernen. Networking darf am IESE natürlich auch nicht zu kurz kommen, denn es wird stets in interdisziplinären Teams zusammengearbeitet.

Auch der Onboarding-Prozess verlief sehr flüssig. Die Einarbeitungsphase fand teilweise vor Ort und teilweise online statt. An zwei von drei Tagen war ich am Institut (dazu zwei Tage in der Schule). Während meiner Präsenzzeit am Institut war für mich immer mindestens ein Ansprechpartner anwesend.

Was lernst du in deiner Ausbildung?

Alice: In der Schule lerne ich u. a. gesetzliche Regelungen, EDV-Skills sowie Hintergrundwissen zu meinen im Beruf anfallenden Tätigkeiten kennen. Allerdings sind auch einige Lerninhalte aus der Schule nur bedingt im Betrieb anwendbar, weil wir als Gesellschaftsform ein Verein sind und anderen Regelungen als Industriebetriebe unterliegen. Umso wichtiger ist daher die Verzahnung von Theorie und Praxis.

Was gefällt dir in deiner Ausbildung am besten?

Alice: In meiner Ausbildung habe ich einerseits meine festen Aufgaben im Bereich der Verwaltung. Dazu gehört u. a. das digitale Archivieren gebuchter Rechnungen. Gleichzeitig lerne ich aber auch im Rahmen verschiedener Rotationen etwas über die Aufgabenfelder und Eigenarten anderer Abteilungen. So habe ich die vergangenen zwei Monate beispielsweise in der Abteilung »Unternehmenskommunikation und Technologiemarketing« (UKTM) verbracht und die dortigen Abläufe und Prozesse kennengelernt.

Die Aufgabenfelder dort sind vielfältig und reichen von grafischen Arbeiten über Pressearbeit bis hin zum Online-Marketing und der Erstellung des alljährlich neu veröffentlichten Jahresberichts.

Während einer weiteren Rotation durfte ich auch mal in die Personalabteilung hineinschnuppern. Dort kümmert sich das Team neben Stellenausschreibungen und Vertragserstellungen u. a. um die Anliegen und Fragen der Mitarbeitenden. Dabei spielt der Schutz sensibler Daten eine besonders tragende Rolle.

Eine für mich besondere Erkenntnis während meiner bisherigen Rotationen war, dass mir in vielen Fällen erst im Nachhinein aufgefallen ist, dass in den meisten Abteilungen viele Arbeitsabläufe im Hintergrund stattfinden. Weil alles i. d. R. so reibungslos abläuft, bekommen andere Mitarbeitende häufig gar nichts davon mit.

Was macht das Arbeiten am Institut allgemein besonders?

Alice: Am Institut sind immer alle sehr freundlich und einladend. Innerhalb der Belegschaft sind alle per »du«, was die Atmosphäre entspannt und angenehm macht. Jedes Mal, wenn ich mich jemanden vorgestellt habe, wurde mir angeboten, dass ich mich bei Fragen und Problemen gerne an die Person wenden könne. Diese stete Hilfsbereitschaft und Offenheit für neue Ideen spiegelt sich in der gesamten Unternehmenskultur wider und bietet somit viel Raum für neue Ideen und Impulse.

Mir macht es einfach Spaß, mit so vielen kompetenten und motivierten Menschen zusammenarbeiten zu dürfen! Gleichzeitig sind die meisten aber auch mal für ein belangloses Pläuschchen zu begeistern.

In diesem Sinne freue ich mich auf die weiteren Stationen und Impressionen, die ich während der restlichen Zeit meiner Ausbildung sammeln darf und bin gespannt auf das, was kommt.

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Das Interview führte Jasmin Awan,
Mitarbeiterin in der Abteilung UKTM des Fraunhofer IESE.