Medienzentrum

Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Smart Data – Innovationen aus Daten

Am 05. November fand in Berlin der Smart-Data-Dialog, eine Podiumsdiskussion des Technologieprogramms „Smart Data – Innovationen aus Daten“ statt, bei dem das Positionspapier „Smart Data Geschäftsmodelle“ vorgestellt und diskutiert wurde.

Die Begleitforschung des Smart-Data-Technologieprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat erste Erkenntnisse und Handlungsfelder aus der Arbeit der Fachgruppe „Wirtschaftliche Potenziale und gesellschaftliche Akzeptanz“  identifiziert und präsentierte diese in dem Positionspapier vor ca. 100 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. bei der Diskussion ging es hauptsächlich um die Frage, wie bessere Anreizstrukturen für die Preisgabe von Daten seitens privatwirtschaftlicher Unternehmen und öffentlicher Institutionen geschaffen werden können, um mit diesen dadurch einen wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Mehrwert zu generieren.

Gastgeber der Veranstaltung war die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), deren Präsident Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer auch geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern ist. Die GI ist Teil der Smart-Data-Begleitforschung und durch Prof. Liggesmeyer ist damit auch das Fraunhofer IESE direkt am Puls dieses neuen Technologieprogramms der Bundesregierung.

Zum Smart-Data-Technologieprogramm sagte Liggesmeyer in seiner Rede: „Künftig werden sich vor allem jene Smart-Data-Geschäftsmodelle, -Produkte und -Services am Markt durchsetzen, die dem Kunden die Kontrolle über die Datenhoheit ermöglichen – sich also dem Prinzip der Data Usage Control verpflichten - und somit das Vertrauen zwischen Anbieter und Kunden stärken.“ Data Usage Control – auf Deutsch: Datennutzungskontrolle – ist eines der Hauptforschungsthemen am Fraunhofer IESE. Es finden sich in diesem Bereich auch viele andere Themen wieder, an denen das Fraunhofer IESE aktiv forscht. Liggesmeyer weiter: „ Zum anderen müssen Innovationspotenziale von Smart Data Geschäftsmodellen, -Produkten und -Services kontinuierlich erweitert werden können. Das funktioniert aktuell vorrangig auf Basis von Abonnement-Geschäftsmodellen, bei denen Produkte wiederkehrend abgerechnet und zugestellt werden. So werden Rechenzentrumskapazitäten oder Software immer öfter im Abonnement bezogen. An diesem System orientieren sich bereits andere Branchen, die sich dabei aber eng an der Schnittstelle zur IT-Branche bewegen. Neben der Software werden heute beispielsweise auch Lebensmittel, Filme und andere Produkte im Abonnement vertrieben, wobei das Geschäftsmodell häufig über Apps, Datenbanken oder Big-Data-Analysen funktioniert.“.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklungsmethoden. Die Produkte seiner Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Energiemanagement, Informationssysteme und Gesundheitswesen bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Die Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit ist das Institut der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.

Unter der Leitung von Prof. Peter Liggesmeyer und Prof. Dieter Rombach trägt das Fraunhofer IESE seit nunmehr fast 20 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagiert es sich gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 66 Instituten und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten sie die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.

Über Smart Data – Innovationen aus Daten
Mit dem Technologieprogramm „Smart Data – Innovationen aus Daten“ fördert das BMWi von 2014 bis 2018 insgesamt 13 Leuchtturmprojekte, die den zukünftigen Markt von Smart-Data-Technologien für die deutsche Wirtschaft erschließen sollen, mit rund 30 Millionen Euro. Die beteiligten Unternehmen und Organisationen bringen weitere 25 Millionen Euro auf, sodass das Programm über ein Gesamtvolumen von etwa 55 Millionen Euro verfügt. Smart Data ist Teil der neuen Hightech-Strategie und der Digitalen Agenda der Bundesregierung.

Weitere Informationen zum Smart-Data-Technologieprogramm finden Sie unter www.smart-data-programm.de.

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