Beständigkeit & Wechsel in der Institutsspitze – Die Erfolgsstory des Fraunhofer IESE geht weiter

Presseinformation / 20.1.2015

Prof. Dr. Dieter Rombach reicht nach langjährigem Engagement als geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IESE das Zepter weiter: Am 20. Januar 2015 fand unter Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik und Wirtschaft die feierliche Staffelübergabe an Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer statt.

Vor knapp zwanzig Jahren war es Prof. Dieter Rombach, damals (wie heute) Professor für Informatik an der Universität (heute: TU) Kaiserslautern, der das erste Fraunhofer-Institut in Rheinland-Pfalz am Standort Kaiserslautern gründete. Das Institut für Experimentelles Software Engineering IESE bot seinen Partnern aus Wirtschaft und Industrie von Anfang Forschung für die Praxis an. Gemeinsam wurden mit zukunftsweisenden Methoden der Softwareentwicklung greifbare Innovationen realisiert. Und dies mit großem Erfolg: Schnell wuchs das Institut zu einem immer größeren, pulsierenden Organismus mit aktuell knapp 200 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

Der Umzug des Instituts von Siegelbach in die Trippstadter Straße und damit in die unmittelbare Nähe zur TU Kaiserslautern bot 2005 die Möglichkeit einer noch engeren Verzahnung. Im Laufe der Jahre siedelten sich weitere namhafte Forschungsinstitute wie das Fraunhofer ITWM, das DFKI oder das Max-Planck-Institut entlang der Achse Universität und Fraunhofer-Zentrum an. Mit Gründung der Science Alliance – dem Schulterschluss der Kaiserslauterer Forschungsinstitute und weiterer Partner –im Jahr 2007 war Kaiserslautern endgültig in der Liga der großen deutschen Wissenschaftsstandorte angekommen.

„All dies ist zum großen Teil das Verdienst von Professor Rombach, der unermüdlich bei Stadt, Land, Bund sowie in der Wirtschaft und Industrie für die Förderung der Wissenschaft in Kaiserslautern im Allgemeinen und der IT im Besonderen eintrat“, würdigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer dessen Leistungen und Engagement. „Professor Rombach ist für mich der Inbegriff des produktiven Wissenschaftlers und zugleich des umtriebigen Netzwerkers, also einer Forscherpersönlichkeit, die sich in den Dienst der Wissenschaft und der Wirtschaft zugleich stellt.“

Professor Rombach und das Fraunhofer IESE seien eine Erfolgsstory. „Anfangs mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgestattet, ist das IESE rasant gewachsen. Ende 2014 waren alles in allem knapp 250 Personen am Institut beschäftigt, davon über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dass das IESE sich so prächtig entwickelt hat, ist dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem aber auch der Dynamik von Professor Rombach zu verdanken“, so die Ministerpräsidentin.

Bereits 2004  kam  Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, zum damaligen Zeitpunkt Professor für Softwaretechnik und Qualitätsmanagement an der Universität Potsdam und zuvor u.a. in der Forschung und Entwicklung der Siemens AG tätig, an Bord des Fraunhofer IESE. Die sich daraus entwickelnde Doppelspitze aus geschäftsführender und wissenschaftlicher Leitung brachte dem Institut in der vergangenen Dekade geballte Kraft und neue Perspektiven.

„Weder wird es für mich ein Abschied, noch für Peter Liggesmeyer ein kompletter Neustart sein – wir übertragen nur nach zehn Jahren die Aufgabe der Geschäftsführung. Wir werden auch in Zukunft mit großem Engagement und Loyalität das Fraunhofer IESE gemeinsam auf Kurs halten. Für mich als Begründer dieser Forschungseinrichtung ist das IESE wie ein Kind: Ich will es weiter wachsen und gedeihen sehen. Und hier sind wir auf einem guten Weg. Nach zwanzig Jahren als geschäftsführender Leiter freue ich mich nun aber auf neue strategische Aufgaben als Institutsleiter Business Development und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Science Alliance“, resümiert Dieter Rombach.

Bei dem Festakt am 20. Januar 2015 im Fraunhofer-Zentrum bedankte sich Peter Liggesmeyer – auch im Namen aller Mitarbeiter – bei seinem Amtsvorgänger für sein großes Engagement: „Dieter Rombach vollbrachte die enorme Leistung, das Fraunhofer IESE von einer Idee zu einem etablierten, weltweit sichtbaren Institut zu formen. Jetzt muss unser gemeinsames Ziel sein, das Fraunhofer IESE mit aktuellen Forschungsthemen und -aufgaben immer wieder zu modernisieren, um es dauerhaft als einen erfolgreichen Bestandteil der internationalen Wissenschaftslandschaft zu positionieren.“ Peter Liggesmeyer selbst hat neben seiner Tätigkeit als neuer geschäftsführender Leiter des Fraunhofer IESE einen Lehrstuhl am Fachbereich Informatik der TU Kaiserslautern inne und ist aktuell amtierender Präsident der Gesellschaft für Informatik (GI e.V.). Mit seinem Hintergrund – akademische Erfahrung einerseits, Industrieerfahrung andererseits – entspricht Peter Liggesmeyer genau dem Prinzip der angewandten Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft und wird sicherlich dazu beitragen, das Profil des Fraunhofer IESE weiter zu schärfen.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklungsmethoden. Die Produkte seiner Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Energiemanagement, Informationssysteme und Gesundheitswesen bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Die Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit ist das Institut der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.

Unter der Leitung von Prof. Peter Liggesmeyer und Prof. Dieter Rombach trägt das Fraunhofer IESE seit nunmehr fast 20 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagiert es sich gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 67 Instituten und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten sie die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.