Audi AG

Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE

Referenzprojekt Audi

E-NORM sicher Elektromobilität? Aber sicher!

»Wir müssen Autos neu denken« (Bundesforschungsministerin Annette Schavan)

Dies hat sich die AUDI-Forschungsallianz »e performance« in Bezug auf Elektroautos als Ziel gesetzt. Das von der Bundesregierung proklamierte Ziel, Deutschland zu einem Leitmarkt für Elektromobilität zu machen und bis zum Jahre 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen, ist ein weiterer Indikator für die Innovationskraft, die sich hinter der Elektromobilität verbirgt. Daher fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Allianz mit 22 Millionen Euro. Unter Führung der AUDI AG soll zusammen mit Partnern aus Industrie, Universitäten und Forschungsinstituten ein komplett neuartiges Systemkonzept für leistungsfähige Elektroautos entwickelt werden.

Da aktuelle Fahrzeugentwicklungen bereits immer mehr das Bild des »Computers auf vier Rädern« aufkommen lassen, bedeutet das besagte Ziel vor allem auch, innovatives Software- und Systems Engineering zu verfolgen. Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist die sicherheitsgerichtete Entwicklung. Funktionale Sicherheit neu denken, bedeutet nicht nur Sicherheitsstandards wie z. B. die ISO 26262 (»Road Vehicles – Functional Safety«) anzuwenden, sondern die Anforderungen der Norm gespiegelt am anerkannten Stand der Technik in einem konstruktiven Sicherheits-Engineering-Lebenszyklus zu verankern.

Aus diesem Grund wurde das Fraunhofer IESE als Experte im Software und Systems Engineering im Allgemeinen und als Fachexperte für funktionale Sicherheit im Speziellen von der Audi Electronics Venture GmbH als Unterauftragnehmer in das Projekt mit eingebunden. Die Unterstützungseitens des IESE betrifft den kompletten Sicherheitslebenszyklus wie er in der ISO 26262 gefordert wird. Im Zuge des Projektes soll dieser am Beispiel E-Fahrzeug mit innovativen Ideen und Techniken durchgespielt werden, um heute schon die sicherheitsgerichtete Entwicklung der Zukunft in der Praxis kennen zu lernen.

Zu den aktuellen Projektergebnissen zählen

  • ein vom IESE entwickelter modellbasierter Ansatz zur Gefährdungs- und Risikoanalyse, welcher nicht nur die Vollständigkeit der Analyse adressiert, sondern auch automatisiert die Konsistenz der Risikoeinstufung validiert,
  • die Anwendung und Weiterentwicklung des vom IESE entwickelten modularen und modellbasierten Ansatzes »Safety Concept Trees« (SCT) zur effizienten und effektiven Erstellung von Sicherheitskonzepten,
  • die Integration von Sicherheitsanalysen und funktionaler, modellbasierter Entwicklung mit »Component-integrated Component Fault Trees« (C²FTs). Diese ermöglichen die Nutzung von Architekturinformationen zum Ableiten und Erstellen von komponentenbasierten Fehlerbäumen
    (CFTs).

Kundenstatement

»Die Entwicklung sicherheitsrelevanter Anwendungen im Fahrzeug verlangt heute ausgeklügelte Methoden im Safety Engineering, um nachweislich die Anforderungen zu erfüllen. Das Fraunhofer IESE ist für uns die erste Anlaufstelle, um neue Methoden auf diesem Gebiet zu evaluieren. Dies zeigt auch unsere Partnerschaft im Forschungsprojekt e performance, das den ganzheitlichen Ansatz zur Entwicklung eines E-Fahrzeuges auch im Safety-Bereich propagiert.«

Dr.-Ing. Christian Allmann, Audi